50 Jahre Wichernschule: auf dem Weg in die Zukunft

01.10.2019

50 Jahre Wichernschule: auf dem Weg in die Zukunft

Mühltal. Vor genau 50 Jahren startete der Schulbetrieb der NRD-Wichernschule. Das Jubiläum wurde auf dem Schulfest am 7. September würdig gefeiert.

In einer kleinen Theaterszene erinnerten als Bauarbeiter verkleidete Schüler*innen an die Grundsteinlegung. Sie machten damit auch deutlich, dass das Schulgebäude aus allen Nähten platzt. Schulleiter Sven Loewenhardt skizzierte eine Wichernschule im Jahr 2030, die räumlich und sächlich so ausgestattet sei, dass genügend Platz für Unterricht, Einzelförderung und Pflege da sei. „Ihr seid das Herz der Schule“, rief Loewenhardt den Schüler*innen zu, „für euch machen wir das.“

Fünf Stunden lang herrschte auf dem Schulgelände munteres Treiben von Schüler*innen, Lehrkräften, Eltern, Angehörigen und Ehemaligen. Schulchor „Just happy“, unterstützt von einem Gebärdenchor, sowie die Lehrerband gestalteten den musikalischen Rahmen. Für die Jüngeren gab es Spielstationen, für die Älteren viele Infos zur Schulgeschichte.

Grußworte sprachen NRD-Vorständin Brigitte Walz-Kelbel, der Mühltaler Bürgermeister Willi Muth und die ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Dr. Margarete Sauer.

Der Erfolg der Wichernschule ist an den Zahlen abzulesen: Gegenwärtig wird sie von 157 Schüler*innen besucht. 70 von ihnen haben den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, 60 den Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung, die Abteilung der Förderberufsschule umfasst 27 junge Erwachsene. Als Schule für die jungen Bewohner der damaligen Nieder-Ramstädter Heime gegründet, war die Wichernschule von Anfang an offen für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis. Aktuell leben nur noch 14 Schüler*innen in Einrichtungen der NRD, nahezu alle anderen kommen aus dem Landkreis. Denn die Wichernschule ist eine Ersatzschule in freier Trägerschaft und übernimmt Aufgaben für den Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Schon seit 20 Jahren wächst der Platzbedarf der Wichernschule. Etliche Fachräume wurden zu Klassenzimmern umgewandelt und werden doppelt genutzt, seit über zehn Jahren wird auch in einem Container unterrichtet. Die Gründe hierfür liegen unter anderem an einer veränderten Schülerklientel. Mehr als ein Drittel der Schüler*innen sind auf Pflege angewiesen und rund 20 Kinder benötigen einen Rollstuhl, so dass andere räumliche Bedingungen, wie z.B. mehr Pflegeräume, aber auch mehr Platz nötig sind.

Mit Unterstützung des Landkreises Darmstadt-Dieburg wird die NRD die Schule jetzt fit für die Zukunft machen. Im ersten Schritt werden im Bestandsgebäude Bodelschwinghweg 14, das seit zwei Jahren leer steht, die Räume entsprechend umgestaltet. Zum Schuljahr 2021/22 soll die Grundstufe, heute rund 40 Schüler*innen, dort einziehen. Dadurch entsteht im jetzigen Schulgebäude eine räumliche Entlastung, die eine Ganztagsbeschulung und –betreuung möglich machen wird.

Der Landkreis, das Schulamt und die NRD werden ein Gesamtkonzept für den Förderbedarf in den Schwerpunkten geistige und körperlich-motorische Entwicklung erarbeiten. Die Planung der Maßnahmen für die Weiterentwicklung der Schule erfolgt im Rahmen eines sogenannten Phase-0-Prozesses. In diesem Prozess werden die zeitliche Perspektive für ein neues Gebäude, die Frage nach dem Standort, das inhaltliche Konzept und die Finanzierung geklärt.

Heute hat die Wichernschule 16 Klassen. Es arbeiten dort 80 Pädagog*innen, darunter 44 Lehrer*innen, Sozialpägagog*innen und Erzieher*innen sowie weiteres Fachpersonal: Krankenschwester, Physiotherapeutin, Logotherapeut, Psychologin. 32 Teilhabeassistent*innen begleiten Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf, vier Erwachsene sind gegenwärtig im Freiwilligendienst an der Schule.

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