Umgang mit dem Corona-Virus

Der Umgang mit dem Corona-Virus und die Umsetzung der empfohlenen Schutzmaßnahmen sind in der NRD nach wie vor ein wichtiges Thema. Wir nehmen unsere Verantwortung für die Gesundheit unserer Klient*innen und Mitarbeitenden sehr ernst und haben mit Aufkommen der Pandemie einen Präventionsstab gegründet, der die aktuelle Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus täglich verfolgt und daraus abgeleitet angemessene Maßnahmen für die NRD festlegt.

Unsere Mitarbeitenden und Klient*innen sind gut darüber informiert, welche Hygienemaßnahmen es zu beachten gilt und wie unsere Richtlinien für das Vorgehen beim Auftreten von Krankheitszeichen oder Kontakt zu erkrankten Personen aussehen. Dabei orientieren wir uns an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und stimmen uns regelmäßig mit den zuständigen Aufsichtsbehörden und Gesundheitsämtern ab.

Zudem können sich Mitarbeiter*innen in Hessen, die in der Betreuung und Pflege der besonderen Wohnformen eingesetzt sind, ab sofort im Rahmen eines Programms auf freiwilliger Basis auf Covid-19 testen lassen. Das Programm läuft bis zum 31.12.2020. In diesem Zeitraum finden für alle Mitarbeitenden, die daran teilnehmen, insgesamt fünf Testungen im Abstand von je zwei Wochen statt.

Alle Maßnahmen, die wir ergreifen, dienen dem Ziel, mögliche Infektionsketten zu minimieren.

Sie können sich jederzeit an dieser Stelle über den aktuellen Stand informieren. Wenn Sie darüberhinausgehend Fragen haben, wenden Sie sich gerne an gesundheit@nrd.de

FAQs Corona

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst, die sich mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen rund um die Corona-Situation befassen.

Quarantäne

NRD-Standorte unter Quarantäne

Wohnverbund Wallertheim (in Teilen) bis vorerst 4.12.2020 www.nrd.de/wallertheim

Rheinhessen-Werkstatt Wörrstadt, Tagesförderstätten in Jugenheim und Wallertheim bis zum 4.12.2020 für Klient*innen geschlossen www.nrd.de/rhw

Bei dieser Übersicht handelt es sich um Quarantänemaßnahmen, die gleichzeitig mehrere Personen an den jeweiligen Standorten betreffen.

Wann kommt es zu einer vom Gesundheitsamt verordneten Quarantäne?

Eine Quarantäne wird in der Regel für Personen verordnet, die länger als 15 Minuten Kontakt und dabei weniger als 1,5 Meter Abstand zu einer Person hatten, die positiv auf Covid-19 getestet wurde.

Wie wird innerhalb der Eingliederungshilfe der NRD eine Quarantäne oder eine Isolation umgesetzt?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da jeder Einzelfall mit dem zuständigen Gesundheitsamt sowie dem Präventionsteam der NRD abgestimmt wird. In der Regel werden zunächst die Personen ermittelt, die länger als 15 Minuten Kontakt mit weniger als 1,5 Meter Abstand zu einer Person hatten, die positiv auf Covid-19 getestet wurde. Gehören Mitarbeitende zu den ermittelten Kontaktpersonen, müssen diese 14 Tage Quarantäne in ihrem eigenen Zuhause halten. Gehören Bewohner*innen einer Wohneinheit zu den Kontaktpersonen, müssen diese Quarantäne in der Wohneinheit halten. Je nach Situation werden dann Teilbereiche oder sogar die gesamte Wohneinheit unter Quarantäne gestellt.

Auch eine notwendige Isolation eines Bewohners oder einer Bewohnerin, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder längerer Abwesenheit, wird in den Wohneinheiten nach Abstimmung mit dem Präventionsteam und dem zuständigen Gesundheitsamt durchgeführt.

Besuchsregelungen

Können Angehörige Bewohner*innen in den Wohngruppen für Erwachsene besuchen?

Aktuell sind in allen Wohneinheiten Besuche grundsätzlich erlaubt, solange dort kein konkretes Infektionsgeschehen vorliegt. Wie der Besuch abläuft, ist in einem Besuchskonzept geregelt. Aufgrund unterschiedlicher Vorgaben der Landkreise, kann das Besuchskonzept je nach Standort variieren.

Folgende Voraussetzungen gelten dabei auf jeden Fall: Ein Besuch muss vorab angemeldet werden und die Einrichtung hat zum Zeitpunkt des geplanten Besuches keinen positiven Corona-Fall zu verzeichnen.

Wenn Sie einen Besuch an einem unserer Standorte planen, kontaktieren Sie uns daher vorab bitte telefonisch oder per Mail.

Können Angehörige Bewohner*innen in den Wohneinheiten für Kinder und Jugendliche besuchen?

In Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Kinder- und Jugendliche gelten aktuell die gleichen Regelungen wie in den Einrichtungen für Erwachsene (s. o.) 

Was ist ein Betretungsverbot?

Das Betretungsverbot regelt, welche Einrichtungen aufgrund der Corona-Situation aktuell von wem betreten werden können und vom wem nicht. So dürfen aktuell z.B. die besonderen Wohnformen neben den Menschen, die dort leben, nur von Personen betreten werden, die für den Betrieb unbedingt nötig sind. Darüber hinaus regeln die jeweiligen Landesverordnungen Ausnahmen von den Betretungsverboten.

Dürfen Friseur*innen, Fußpfleger und Physiotherapeuten die Wohneinheiten der Eingliederungshilfe betreten?

Nach Rücksprache mit der Hessischen Betreuungs- und Pflegeaufsicht können u. a. Friseur*innen und Fußpfleger*innen im Rahmen eines dafür erstellten Schutzkonzepts wieder in den besonderen Wohnformen tätig werden. Das vorliegende Schutzkonzept ist mit der Betreuungs- und Pflegeaufsicht abgestimmt. Auch eine Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsämtern ist notwendig. Je nach Gesundheitsamt kann es dabei zu anderen Auflagen kommen.

In Rheinland-Pfalz ist dies unter Einhaltung der Hygienebedingungen aktuell wieder erlaubt.

Die jeweiligen Besuche werden in einer Besucherliste dokumentiert.

Unterstützung von Klient*innen

Welche Arten von Gesichtsschutz gibt es?

Mund-Nasen-Bedeckung, Behelfsmaske oder Community-Masken: Diese Formen der Mund-Nasen-Bedeckung sind für die Bevölkerung als zusätzliche Maßnahme in bestimmten Situationen angeordnet. Sie werden getragen, wenn der gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Neben Stoff-Masken zählen aktuell auch die Visiere zu dieser Form des Gesichtsschutzes.

Mund-Nasen-Schutz, medizinischer Mund-Nasen-Schutz, MNS oder OP-Maske: Hierbei handelt es sich um ein geprüftes Medizinprodukt, das zum Fremdschutz insbesondere in der Pflege und Betreuung getragen wird, wenn der gebotene Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Atemschutzmasken,FFP2-Masken ohne Ventil: Sie werden in der Pflege und Betreuung krankheitsverdächtiger Klient*innen getragen und dienen hier sowohl dem Fremdschutz als auch dem Eigenschutz. In diesen Situationen ist dann auch eine Schutzbrille zu tragen, Gesichtsvisiere können ggf. als Ersatz für die Brille geeignet sein.

Atemschutzmasken, FFP2-Masken mit Ventil: Sie werden nur in der Pflege und Betreuung kranker Menschen eingesetzt, da sie ausschließlich dem Eigenschutz dienen.

Wo finde ich Informationen zum Thema in Leichter Sprache?

Einige Informationen in Leichter Sprache sind nachfolgend auf dieser Seite zu finden. Auch die folgende Website umfasst viele Materialien und Texte in Leichter Sprache: www.corona-leichte-sprache.de

Wie wird mit Arztterminen von Klient*innen umgegangen?

Arzttermine können wahrgenommen werden. Dazu wird zuvor telefonisch mit der jeweiligen Praxis Kontakt aufgenommen, um sich über die einzuhaltenden Hygieneregeln zu informieren.

Vorgehen bei Krankheitszeichen

Was ist, wenn ein Klient oder eine Klientin ein Angebot der NRD wahrnimmt und dort für Covid-19 typische Symptome zeigt?

In einer Wohneinheit der NRD: In diesem Fall ist zeitnah der Hausarzt zu kontaktieren. Dieser veranlasst dann ggf. eine Testung auf SARS-CoV-2. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses gilt die Person als krankheitsverdächtig. Es werden mit dem zuständigen Gesundheitsamt Maßnahmen zum Schutz der anderen Klient*innen und Mitarbeiter*innen geplant. Der zuständige Fachdienst Pflege und das Präventionsteam der NRD erstellen dazu einen Maßnahmenplan.

In einer WfbM/Tages(förder)stätte der NRD: Das Vorgehen dazu ist im folgenden Dokument erläutert: TS/WfbM Vorgehen bei Krankheitszeichen

Was müssen Angehörige beachten, wenn ein Klient oder eine Klientin der NRD für Covid-19-typische Symptome zeigt, bevor er/sie ein Angebot der NRD aufsucht.

Sind vor dem Besuch eines Angebotes der NRD, also beispielsweise vor dem Besuch der WfbM oder Tagesstätte Symptome festzustellen, die auf Covid-19 hindeuten, muss die betroffene Person in jedem Fall zuhause bleiben.

Richten Sie sich beim weiteren Vorgehen bitte nach den Vorgaben in diesem Dokument Vorgehen bei Krankheitszeichen

Werkstätten und Tages(förder)stätten

Wie läuft aktuell der Betrieb der Rheinhessen-Werkstatt in RLP?

Die Rheinhessen-Werkstatt hat bis voraussichtlich 2.12.2020 für Beschäftigte geschlossen. Einen ausführlichen Bericht dazu finden Sie hier.

Wie läuft aktuell der Betrieb in den Werkstätten in Hessen?

Seit Juli dürfen Beschäftigte wieder in den hessischen Werkstätten der NRD arbeiten. Beschäftigte, die ein erhöhtes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken oder mit einer Person in einem Hausstand leben, bei der ein Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht, können einen Antrag auf Freistellung vom Präsenzbetrieb stellen. Um die Sicherheits- und Hygienevorschriften einhalten zu können, werden auch leerstehende Räumlichkeiten der NRD in Mühltal genutzt.

Mund-Nasen-Schutz
Zu den Schutzmaßnahmen gehört unter anderem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes innerhalb der Werkstatt sowie während der Hin- und Rückfahrt mit dem Fahrdienst.

Ein Betretungsverbot besteht für Beschäftigte, die Krankheitssymptome für Covid-19 zeigen oder deren Angehörige des gleichen Hausstandes Krankheitssymptome für Covid-19 zeigen. Gleiches gilt für den Kontakt zu einer infizierten Person in den letzten 14 Tagen.

Wie läuft der Betrieb in den Tagesstätten in Hessen und Rheinland-Pfalz?

Seit Juli haben auch die Tagesstätten und Tagesförderstätten der NRD wieder geöffnet. Die Vorgaben der Landesverordnung entsprechen denen für die Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) (siehe oben).

Frühförder- und Beratungsstelle

Können Angebote der Frühförder- und Beratungsstelle wieder in Anspruch genommen werden?

Ja, die NRD-Frühförderstelle in Groß-Gerau ist unter Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder geöffnet. Für alle, die die die Räumlichkeiten nicht persönlich aufsuchen können, beispielsweise weil sie zur Risikogruppe gehören, wird auch eine Online- und Videoberatung angeboten.

Sonstige Informationen

Erhalten Eltern aufgrund von corona-bedingten Verdienstausfällen eine Entschädigung?

Berufstätige Eltern und Pflegeeltern von betreuungsbedürftigen Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Unterstützung angewiesen sind, können eine Entschädigung erhalten, wenn Sie aufgrund einer Schließung von Schulen oder Betreuungseinrichtungen nicht arbeiten können und deshalb einen Verdienstausfall haben.

Dafür gelten folgende Voraussetzungen:

  • Die Betreuungseinrichtung oder Schule des Kindes wurde auf behördliche Anordnung geschlossen.
  • Es fallen keine gesetzlichen Feiertage oder Ferien der Schule bzw. der Betreuungseinrichtung in den Betreuungszeitraum, während derer die Einrichtungen ohnehin geschlossen gewesen wären.
  • Das Kind hat das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet oder benötigt besondere Hilfe (zum Beispiel aufgrund einer Behinderung).
  • Es gab keine Möglichkeit, eine alternative, zumutbare Betreuung des Kindes herzustellen (zum Beispiel durch ältere Geschwister oder eine Notbetreuung in der Schule oder Betreuungseinrichtung).
  • Der Antrag auf Entschädigung muss innerhalb von 12 Monaten nach Ende der Schließung bzw. Untersagung des Betretens der Schule oder Betreuungseinrichtung gestellt werden.

Eltern und Pflegeeltern erhalten die Entschädigung als Lohnfortzahlung für maximal 6 Wochen direkt von ihren Arbeitgebern. Arbeitgeber können sich ihre Aufwendungen von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Umfasst die Zeit des Verdienstausfalles mehr als sechs Wochen, können Betroffene die weitere Entschädigung bei der zuständigen Behörde beantragen. Insgesamt erhalten Eltern und Pflegeeltern bei gemeinsamer Betreuung eine Entschädigung für bis zu zehn Wochen Verdienstausfall, bei alleiniger Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege bis zu 20 Wochen. Auch Selbstständige können einen Antrag stellen.

Die zuständigen Behörden sind:
Hessen: Regierungspräsidium Darmstadt
Rheinland-Pfalz: Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung

Die Anträge können für beide Bundesländer auf folgender Webseite gestellt werden. Hier erhalten Sie auch weitergehende Informationen: https://ifsg-online.de/index.html

Für die Beantragungen werden in der Regel folgende Unterlagen benötigt.

  • Selbstständige: Einkommensnachweis (Steuerbescheid) des vergangenen Jahres sowie, falls verfügbar, Nachweis über Einkommensausfall im Zeitraum der Schließung von Schulen oder Betreuungseinrichtungen für Kinder (z.B. Kita) bzw. für Menschen mit einer Behinderung
  • Arbeitgeber: Lohnnachweise der 2 Monate vor Verdienstausfall je Arbeitnehmer*in und für die Monate, für die die Erstattung geltend gemacht wird
  • Falls Ihre zuständige Behörde in Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz liegt, die ausgefüllte und unterzeichnete Bescheinigung (Negativbescheinigung) über die behördlich angeordnete Schließung der Schule- oder Betreuungseinrichtung. Für alle anderen Länder ist dieser Nachweis optional.
  • Falls verfügbar: Nachweis über die behördlich angeordnete Schließung von Schulen oder Betreuungseinrichtungen, Nachweise über die besondere Betreuungsbedürftigkeit des Kindes, bspw. ein Behindertenausweis

Informationen zum Thema in Leichter Sprache

Schutz vor Ansteckung: Plakat 
Schutz vor Ansteckung: Info
Ansteckung Bewohner: Info
Ansteckung Beschäftigte: Info

Kontakt

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    ... bedeutet, dass es keine Grenze gibt, die "behindert" von "nicht-behindert" unterscheidet. Das Wichtigste, um Inklusion zu erreichen, ist Zusammensein von Anfang an. 

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    Vorsitzende Werkstattrat der Mühltal-Werkstätten
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