Wir lachen alle in der gleichen Sprache

15.04.2020 | Marlene Broeckers

Autor

$author

Marlene Broeckers

Texterin und Pressereferentin der NRD

Wir lachen alle in der gleichen Sprache

Die NRD’ler*innen in Bensheim – kaum eine Handvoll Männer gehören dazu -  sind eine tolle Truppe. Für das interne Kick-off  des Inklusiven Familienzentrums hatten sie die Räume in der Volkerstraße in der Weststadt von Bensheim festlich hergerichtet. Für alle gab es Sekt und Saft oder Selters zur Begrüßung, dann bat Silke Hauptmann-Brohm ihr Team nach draußen in die Kälte, um die von der Illustratorin Helga Jordan geschaffene Bildmarke vor dem Hauseingang zu enthüllen. Sie erklärte den Grund für den Namenswechsel, der sich konsequent ergibt aus dem Weg, den die NRD seit 2009 in Bensheim gegangen ist. Lesen Sie die Rede auf der nächsten Seite.

Nach der Ansprache löste sich auf fast magische Weise das weiße Tuch, das die Bildmarke vorher verhüllt hatte, so endete die schöne Rede der Chefin mit einem herzhaften, gemeinsamen Lachen. Um deutlich zu machen, dass es im Team auf jeden Einzelnen ankommt, wurden alle ins 2. Obergeschoss eingeladen, wo viele kleine Fotos auf Tischen zu finden waren. Alle wurden gebeten, ein Bild ihrer Wahl zu nehmen und dazu ihre Assoziation zum Begriff „Inklusion“ aufzuschreiben. Alle Bilder wurden anschließend in zwei große Rahmen eingefügt, die in Zukunft im Büroflur hängen sollen.

Es war schön zu sehen, was den Mitarbeitenden zu ihrer eigenen Arbeit einfiel. Ob es Bilder von Tieren, Pflanzen oder Steinen sind; ob es eine Kinderzeichnung oder eine geometrische Figur ist – zum Gedanken der Inklusion, der alles und alle von Anfang an einschließt, bietet alles einen Bezug. Unter anderem war zu lesen: Zusammen einen Weg gehen. Inklusion kann ein langer Weg sein. Verschieden sein und trotzdem ein Teil vom Allem. Gemeinsam sind wir stark! Zusammen in See stechen.

Ein Text hat das Zeug zu einem erfolgreichen Slogan: Wir lachen alle in der gleichen Sprache. Diese Worte waren Karen Edwards zu einer kindlichen Zeichnung eingefallen. Karen Edwards, gelernte Hotelfachfrau, gehört seit 2018 zur NRD Bergstraße und ist in der Schulbegleitung tätig.  Für ihren Text bekam sie von allen einen herzlichen Applaus.

Nina Wurzrainer, die als Koordinatorin für die inklusiven Angebote der NRD Bergstraße fungiert, lud alle ein, ihre Ideen für künftige Angebote einzubringen und erläuterte, was es bislang schon gibt. Dies sind der „Talk am Hof“ in Zusammenarbeit mit der Zwingenberger Elterninitiative Sonnenkinder, der Flohmarkt mit der Nachbarschaft und das Hortcafé. Fest geplant sind außerdem Zumba-Kurse, Vorträge von und mit der Bensheimer Sozialpädagogin und Systemtherapeutin Heike Claassen und Workshops von Johanna Götte, der Fachberatung des Inklusiven Familienzentrums, zum Zürcher Ressourcenmodell. Bei Letzterem geht es um Selbstmanagement-Training zugunsten von mehr Gelassenheit.

Auch externe Anbieter sind gern gesehene Gäste im Haus an der Volkerstraße. So bietet die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ für Menschen mit Behinderung  des Elternvereins „Wir dabei“ aus Birkenau  hier jeden Dienstag Sprechzeiten an und darf kostenlos beraten.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar zu dieser Seite

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Jetzt Spenden

Menschen mit Behinderung brauchen Ihre Hilfe!

 
  • Inklusion ...

    .... bedeutet Menschenrecht. Für den Bedarf von Menschen mit Lernschwierigkeiten heißt das zum Beispiel: Das Recht auf gut verständliche Sprache, Informationen und Texte im Sinne von "leichter Sprache". 

    Inklusion ...
    André Schade,
    Übersetzer für leichte Sprache, Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZsL), Mainz
Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie

© Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie
Bodelschwinghweg 5  -  64367 Mühltal  -  Tel.: (06151) 149-0  -  Fax: (06151) 144117  -  E-Mail: info@nrd.de

Folgen Sie uns auf dem NRD-Blog